Mi. Dez 7th, 2022

Am 18. Juni fand ein Webinar für die Menschenrechte der Sinti und Roma unter dem Titel “Von Diskriminierung und Vorurteilen zu Gleichbehandlung und Toleranz” statt, das von der internationalen Friedensorganisation “Heavenly Culture, World Peace, Restoration of Light” (HWPL) veranstaltet wurde.

Das Webinar behandelte Menschenrechtsfragen, die im Zusammenhang mit dem Volk der Sinti und Roma stehen. Im Januar berichtete HWPL über die Realität der Menschenrechtsverletzungen, denen die Sinti und Roma täglich ausgesetzt sind. Die Teilnehmenden erhielten einen Einblick in deren Geschichte und Identität, und erfuhren über die Notwendigkeit der Sinti und Roma-Gemeinschaften, um an das gesellschaftliche Bewusstsein für ihre Menschenrechtslage zu appellieren. Das Webinar widmete sich auch der Diskussion der landesspezifischen politischen Maßnahmen als Reaktion auf die systematischen Probleme, mit denen die Sinti und Roma konfrontiert sind und die im blinden Fleck der Menschenrechtsfragen liegen.

Etwa 50 Teilnehmer, einschließlich der Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Menschenrechtsorganisationen sowie Journalisten und junge Menschen aus Ländern wie Deutschland, Rumänien, Slowenien, Schweden und Polen, nahmen an der Veranstaltung teil. Die Referenten schlugen auch einen neuen Ansatz zur Förderung der Menschenrechte vor, der auf den Grundwerten der Deklaration des Friedens und der Beendigung der Kriege basiert, welche 2016 von HWPL ausgerufen wurde, um das bestehende Völkerrecht zu ergänzen und einen nachhaltigen Frieden sowie gesellschaftliche Toleranz zu gewährleisten.

Unter den Teilnehmern waren insgesamt vier Redner, welche die aktuelle Situation der Sinti und Roma in den jeweiligen Ländern darstellten. Rafael Saavedra stellte “die Kultur und Geschichte der Sinti und Roma” vor, während Frau Karolina über “ihre Situation als Flüchtlinge in Polen“ sprach.

“Viele Sinti und Roma leben in einem marginalisierten Umfeld und sind mit verschiedenen Benachteiligungen und strukturellen Ungleichheiten in den Bereichen Bildung, Wohnen, Beruf und Gesundheit konfrontiert. Darüber hinaus können Rechtsexperten, die sich professionell mit der Diskriminierung von Sinti und Roma befassen, aufgrund einer mangelnden systematischen Ausbildung von Rechtsexperten des Antidiskriminierungsgesetzes nicht vollständig auf die Bedürfnisse der Sinti und Roma-Gesellschaft eingehen”, erklärte Štefan Simončič.

Eine weitere Referentin, Georgiana Ionita, betonte, dass soziale Leistungen den Sinti und Roma in ihrer ganzen Vielfalt zur Verfügung gestellt werden müssen, und es notwendig ist, das Bewusstsein für ihre schwierige Situation zu fördern und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die direkte und indirekte Diskriminierung zu lenken, die ihnen gegenüber ausgeübt wird. Weiterhin erläuterte sie die Auswirkungen von sozialen Leistungen, Berufsausbildungen, Bildungsprogrammen und medizinischer Unterstützung für die Verringerung der Ungleichbehandlung.

“Die meisten europäischen Länder heißen ukrainische Flüchtlinge in der Kriegssituation willkommen und helfen ihnen aktiv. Aber selbst inmitten des Krieges gibt es Gruppen, die an den Rand gedrängt werden. Das ist das Volk der Sinti und Roma. Bei der heutigen Veranstaltung hielt ich es für sehr wichtig, ihre Geschichten in den verschiedenen europäischen Ländern aus erster Hand zu hören und zu verstehen, und nicht die Geschichten, die von anderen erzählt werden”, sagte Luna Kim, die Leiterin der HWPL-Niederlassung Incheon, als sie den Hintergrund der Planung des Webinars für die Menschenrechte der Sinti und Roma erläuterte.

Als Teilnehmerin an der Veranstaltung sagte Frau Marian: “Ich denke, es war eine gute Gelegenheit, mehr über die Kultur und Geschichte der Sinti und Roma zu erfahren. Ich hoffe, dass sich die Menschenrechte der größten ethnische Minderheit in Europa so bald wie möglich verbessern werden.”

HWPL führt aktiv Friedensprojekte durch, die durch die Zusammenarbeit und Solidarität der internationalen Gesellschaft zur Lösung von Menschenrechtsproblemen beitragen, die durch Konflikte zwischen Ländern und Regionen verursacht werden, und hat seit 2020 mehr als 34 Menschenrechts-Webinare zu verschiedenen Menschenrechtsthemen weltweit durchgeführt.

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