So. Aug 1st, 2021

Berlin (ots) – Die Linkspartei muss sich nach Ansicht von Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch im Bundestagswahlkampf stärker um ostdeutsche Interessen kümmern. “Wir haben das Thema trotz des Engagements Einzelner vernachlässigt, dabei ist es weiterhin aktuell”, sagte Bartsch der in Berlin erscheinenden Zeitung “nd.DieWoche” (Samstagausgabe). “Es ist ein unhaltbarer Zustand, dass bei gleicher Arbeit die Löhne im Osten noch immer niedriger sind als im Westen Deutschlands und die Rentenangleichung nicht vollzogen ist”, ergänzte Bartsch, der für seine Partei im Duo mit der Linke-Chefin Janine Wissler als Spitzenkandidat antritt.

Zugleich stellte sich der Linke-Politiker, der dem ostdeutschen Reformerlager zugerechnet wird, gegen einen grün-rot-roten Lagerwahlkampf. “Die Union muss abgelöst werden. Ob das möglich ist, wird wesentlich von unserem Ergebnis bei der Bundestagswahl abhängen. Dafür werbe ich und nicht für ein Bündnis”, erklärte Bartsch. Für die Zeit nach der Wahl wollte er eine Koalition mit Grünen und SPD jedoch nicht ausschließen. “Wir sind eigenständig, aber natürlich bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen, wenn die Bedingungen stimmen”, sagte der Linksfraktionschef.

Pressekontakt:

nd.DerTag / nd.DieWoche
Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Pressemitteilung teilen:

Schreibe einen Kommentar