Mi. Apr 21st, 2021

Lausitzer Rundschau Cottbus (ots) – Es wird immer schwerer, mit dem “schwarzen Gold der Lausitz” Geld zu verdienen. Im Stromnetz haben die Erneuerbaren immer Vorfahrt. Ist genügend “grüner” Strom im Angebot, müssen die Kohlestrom-Erzeuger herunterregeln. Und ein Schnäppchen ist der Lausitzer Strom dank CO2-Bepreisung sowieso längst nicht mehr. Doch wer aus der Ferne jetzt schon moralisch weit überlegen jubelt, dass die Kohle bald am Ende ist, braucht zur Erdung nur ein paar Wochen zurückzudenken. Am Jahresanfang waren es die Lausitzer Kraftwerke, die uns während einer “Dunkelflaute” – als die Sonne kaum schien und der Wind nicht wehte – den Strom in die Steckdosen brachten. Damals liefen die Turbinen in Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg auf Hochtouren. Die Entwicklung verdeutlicht zweierlei: Ganz ohne ständig betriebsbereite Kohlekraftwerke, die auch kurzfristig eine stabile Grundlast liefern können, funktioniert die Stromversorgung noch nicht – zumindest nicht jeden Tag. Daher ist die Forschung an realistischen und zuverlässigen Alternativen für die Zukunft auch so dringend und wichtig. Der Leag zeigen die Probleme um den Stromabsatz schmerz­lich, wohin die Reise geht. Es braucht schon sehr bald Alternativen zum Geldverdienen mit Kohle. Dabei stecken in der hochqualifizierten Belegschaft immense Potenziale. Sie alle werden gebraucht, um die Weichen schnell in Richtung Zukunft zu stellen.

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