Mi. Apr 21st, 2021

Stuttgart (ots) – Amerika krempelt die Ärmel hoch und macht sich an die dringend nötigen Reparaturarbeiten. Es braucht nichts weniger als eine Runderneuerung an Haupt und Gliedern – im eigenen Land ebenso wie in der Außenpolitik. Denn die USA gelten – nicht erst seit Donald Trump – längst nicht mehr als Leuchtturm der Demokratie in der Welt. Doch es fällt auf, wie geräuschlos die ersten Amtswochen von US-Präsident Joe Biden verlaufen: weniger Chaos, Unberechenbarkeit und Hysterie lassen viele US-Bürger und auch Amerikas Verbündete aufatmen. Doch die relative Ruhe sollte nicht über das hohe Tempo von Bidens Kurswechsel hinwegtäuschen. Biden plant gigantische staatliche Ausgabenprogramme: zunächst die umgerechnet fast 1,7 Billionen Euro für den “amerikanischen Rettungsplan”. Und nun noch einmal mehr als zwei zusätzliche Billionen für Infrastrukturinvestitionen, deren Bewilligung im Kongress aber schwierig wird. So will er mit kräftigen Rabatten die Elektro-Mobilität in den USA ankurbeln. Und das ist noch nicht das Ende vom Lied. Amerikas Krise bietet Biden die einzigartige Chance, sich positiv von seinem Vorgänger abzuheben. Diese Chance nutzt er maximal für einen guten Start. Doch damit fängt Bidens schwieriger Job erst an.

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