Do. Feb 22nd, 2024

Nepomuck und Finn wünschen sich einen gesunden Wald, saubere Luft und Gewässer sowie Wiesen und Strände ohne Müll, damit Menschen, Naturgeister und Tiere sich wieder wohl fühlen können. Was Du dazu beitragen kannst, erzählen sie Dir in ihren spannenden Geschichten und geben zudem wertvolle Tipps, denn wir haben nur diese eine Erde, die uns Lebensraum bietet.

 

Leseprobe aus dem Buch Nepomuck und Finn: Mission Umweltschutz

 

Unachtsamkeit der Menschen

„Es ist schon lange her. Aber ich erinnere mich noch, als wäre es erst gestern passiert. Wollt ihr die Geschichte hören?“, fragt Finn in die Runde, und alle Augen schauen ihn mit großer Neugierde an.

„Also gut, ich erzähle sie euch. Spitzt die Ohren! Zu der Zeit lebte ich in einer kleinen Höhle an einem Feldweg. Ein Waldstück grenzte direkt daran. Hin und wieder machte ich mich auf den Weg, den Wald zu erkunden. So auch an diesem Tag, als ich am Waldrand auf einmal ein: ‚Hallo! Ist hier jemand?! Bitte, ich brauche dringend Hilfe!‘ vernahm.

Erst wusste ich nicht so genau, was ich machen sollte. Vielleicht war es ja auch eine Falle, und ein Feind wollte mich nur damit anlocken. Dennoch rief ich in die Richtung, von wo ich glaubte, die Stimme gehört zu haben: „Ich bin es, Finn! Wo bist du? Sag doch was!“

Leider kam keine Antwort. Ich spitzte meine Ohren. Und da war es dann wieder. Der Hilferuf klang erbärmlich. Schnell wurde mir bewusst, dass ein Waldbewohner große Schmerzen haben musste. Aber wo war er?

„HIIILFE! Ich kann nicht mehr. Das tut so weh!“, vernahm ich, und so langsam wurde es mir mulmig. Obwohl ich mich auf die Hinterbeine stellte, konnte ich nichts sehen. Dann blähte ich meine Nasenflügel weit auf, in der Hoffnung, etwas riechen zu können. Und ja, dort war ein komischer Geruch, der nicht dahin gehörte. Ich folgte ihm.

„Ich komme!“, rief ich und lief in die Richtung, aus der der seltsame Gestank kam. Und als ich hinter einen großen Busch schaute, glaubte ich nicht, was ich sah.

Da saß ein kleines Häschen inmitten eines Müllberges. Sein Bein hatte sich in einer zerrissenen Plastiktüte verfangen. Je mehr es zog, desto mehr schnürte sich der Kunststoff um sein Bein. Es waren sogar schon wunde Stellen zu sehen.

„Halt still!“, ermahnte ich die Häsin. „Du verfängst dich nur noch mehr. Ich helfe dir!“, rief ich.

„Wie willst du das denn machen? Schau doch wie klein du bist. Das schaffst du nie“, antwortete sie traurig.

„Ja, ich bin klein. Aber schließe nicht von meiner Größe auf meinen Willen“, ermutigte ich sie.

„Dann mach dich bitte ans Werk, lieber Finn. Ich komme hier alleine nicht mehr raus. Und das tut so weh! Bitte befreie mich endlich!“, jammerte sie.

„Kein Problem. Das haben wir gleich. Halte einfach schön still“, versuchte ich die Häsin zu beruhigen.

Ich krabbelte zu dem Müll und schob mit meiner Nase, so gut es ging, etwas von dem Unrat beiseite, damit ich besser an ihr Bein kam.

Behutsam, um die Kleine nicht noch weiter zu verletzen, knabberte ich mit meinen spitzen Zähnen an dem Plastik. Es schmeckte grässlich und dazu noch der Gestank. Ihr glaubt nicht, wie widerlich das war. Aber es nutzte nichts, das Hasenmädchen musste erlöst werden. Und tatsächlich, ich konnte es befreien.

„So, geschafft, jetzt bist du frei. Alles in Ordnung?“, wollte ich wissen.

Das Häschen bekam kein Wort mehr heraus und zitterte am ganzen Körper.

Ich stupste es an und sagte tröstend: „Alles gut. Du brauchst keine Angst mehr zu haben.“

So langsam beruhigte es sich. „Ich heiße Moni. Gut, dass du gerade unterwegs warst. Stell dir mal vor, ich hätte hier die Nacht verbringen müssen. Du weißt bestimmt, was nachts alles unterwegs ist und Jagd auf kleine Tiere macht.“

„Oh ja. Das weiß ich nur zu gut“, waren meine Worte.

„Sicher wäre ich eine leichte Beute für die gewesen. Du bist mein Lebensretter. DANKE! Tausend Dank“, erwiderte die Häsin mit strahlenden Augen.

„Kein Problem, Moni. Das ist doch selbstverständlich, dass man sich hilft. Aber wie bist du da überhaupt hineingeraten?“, wollte ich von ihr wissen.

Die Antwort folgte sofort: „Ich war spazieren, als ich auf einmal einen lauten Knall vernahm. Ich habe mich so erschrocken, dass ich einfach, ohne nachzudenken, hier hineingesprungen bin. Ich versuchte doch nur, mich zu verstecken! Als ich wieder herauskrabbeln wollte, bin ich mit meinem Bein in diesem Ding hängen geblieben, und alles andere hast du ja selbst gesehen. Aber wie kommt das denn hier hin?“, forschte sie nach.

„So wie es aussieht, hat ein Mensch seinen Müll abgeladen“, gab ich altklug von mir.

„Ist das erlaubt?“, fragte Moni mich erstaunt.

„Natürlich nicht, aber es gibt leider einige Menschen, denen das völlig egal ist. Sie nutzen unseren schönen Wald als Müllplatz und wissen gar nicht, was sie den Tieren und Pflanzen damit antun. Das ist gefährlich, schädlich und absolut verantwortungslos! Ich hoffe ja, dass so ein Übeltäter mal auf frischer Tat erwischt wird und eine hohe Strafe dafür bekommt. Der wird dann bestimmt nie wieder Unrat im Wald verteilen. Aber es ist ja alles noch einmal gut gegangen“, erklärte ich.

„Versprich mir, dass du, wenn du noch einmal so etwas entdeckst, einen großen Bogen darum machst. Und erzähl es auch deinen Freunden. Ich mache es ebenso. Wir müssen gemeinsam auf uns achten, damit nichts Schlimmes passiert und jemand wegen der Unachtsamkeit der Menschen zu Schaden kommt. Wir können zwar nicht auf alle aufpassen, aber wenn jeder von uns seine Augen aufhält, können wir schon viel erreichen“, riet ich ihr.

Prompt kam ihre Antwort: „Das verspreche ich dir. Wir können nur hoffen, dass diese Geschöpfe irgendwann begreifen, wie dumm sie sind, wenn sie unsere schöne Natur mit so etwas belasten und ruinieren.“

„Ja, das stimmt. Gut, dass das nicht alle machen. Das wäre grausam, aber vielleicht lernen auch die Unbedachten noch, was sie damit anrichten. Sie schaden sich selbst nur damit, und wenn sie das begriffen haben, profitieren wir alle davon“, gab ich zum Besten.

Und schon hoppelte Moni in den Wald und verschwand im Dickicht. Ich habe sie nie wieder gesehen.“

Gedankenverloren schaut Finn auf den Boden. Es ist mucksmäuschenstill.

„Du Papa“, durchbricht Emma die Stille. „Warum, hast du uns das vorher nie erzählt?“

„Ich weiß auch nicht, meine Kleine. Irgendwie hatte ich wohl dieses Erlebnis verdrängt. Aber als Luis gerade fast erstickt wäre, weil er ein Stück Plastik verschluckt hat, war es wieder da. Versprecht mir, dass ihr gegenseitig auf euch aufpasst, denn bei den Menschen weiß man leider nie, was sie alles anrichten. Es sind nicht alle unachtsam, aber viele interessiert es nicht, was sie anderen mit ihrem Handeln antun.“

 

Nepomuck und Finn: Mission Umweltschutz: Ein Kinderbuch in Deutsch und Englisch

Dicke Luft, Müll im Wald und Gift im Wasser: Unsere Umwelt ist in Gefahr und damit leider auch unsere Gesundheit! Kobold Nepomuck und Mäuserich Finn machen sich große Sorgen um die Natur. In ihren Geschichten erzählen sie Dir von ihren Erlebnissen in deutscher und englischer Sprache. Die Verschmutzung von Wald, Gewässern und Luft geht uns alle etwas an. Niemand ist zu jung oder zu alt, und es ist höchste Zeit, endlich zu handeln. Begleite die beiden Freunde auf ihrer wichtigen Mission, und hilf ihnen, aktiv etwas für unseren Planet Erde zu tun. Natürlich gibt es zum Schluss als Bonbon wieder eine kleine Überraschung. Du darfst also schon mal gespannt sein! Doch vorerst viel Spaß beim Lesen! Bad air, trash in the forest and poison in the water: our environment is in danger and unfortunately, with it so is our health! Goblin Nepomuck and Mouse Finn are very worried about nature. In their stories they tell you about their experiences in German and English. The pollution of forests, water and air concerns all of us. Nobody is too young or too old and it is high time to finally do something. Accompany the two friends on their important mission and help them to actively do something for our planet Earth. Of course as usual, there is a little “surprise candy” at the end. So you can already be curious! But for now, have fun reading!

ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3751997478

 

©byChristine Erdic

 

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Firmeninformation
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.
Mehr Infos unter Meine Bücher- und Koboldecke
https://christineerdic.jimdofree.com/

https://literatur-reisetipps.blogspot.com/

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