So. Jun 2nd, 2024

Den ersten “Trucker-Safety-Day” im Jahr 2021 führte die Verkehrspolizeiinspektion am Mittwoch zwischen 08.30 Uhr und 15.30 Uhr gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Einsatz, dem Hauptzollamt Stuttgart, den Eichämtern Fellbach und Heilbronn sowie der Bundespolizei und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW auf der Tank- und Rastanlage “Sindeflinger Wald” durch.
Wie bereits der Name der Aktion erkennen lässt, drehte sich die Kontrollaktion um die Sicherheit auf der Straße insbesondere den Schwerlastverkehr betreffend.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit LKW-Beteiligung nahm im Jahr 2020 in Baden-Württemberg zwar ab, allerdings stehen annähernd ein Viertel aller Verkehrstoten (2020: 330) im Zusammenhang mit Lkw-Unfällen. Zumeist handelt es sich um Auffahrunfälle. Regelmäßig sind zu geringer Sicherheitsabstand oder nicht angepasste Geschwindigkeit ursächlich. Nicht eingehaltene Lenk- und Ruhezeiten, ein Resultat des konstant herrschenden Kosten- und Termindrucks im Gütertransportgewerbe, bergen ebenfalls ein sehr hohes Sicherheitsrisiko. Gleichermaßen gefährlich kann es werden, wenn Fahrzeuge aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks nicht oder nur mangelhaft gewartet und gepflegt oder, um Kosten zu sparen, überbeladen werden. Im polizeilichen Fokus standen aber natürlich auch Fahrzeuglenker, die unter einer möglichen Beeinflussung von Alkohol oder anderen Rauschmitteln standen.

Insgesamt 106 Beamtinnen und Beamte kontrollierten in sieben Stunden etwa 300 Fahrzeuge und registrierten 106 Verstöße. Bei 58 davon, also genau der Hälfte, handelt es sich um die unfallträchtigen Abstandsverstöße. Danach rangierten auf “Platz 2” Verstöße wegen Fahrens unter Drogeneinfluss und wegen Überladung (jeweils 8 Fälle). Sechsmal verstießen Fahrerinnen und Fahrer gegen das Benutzungsverbot von elektronischen Geräten, dem landläufig als “Handyverstoß” bekannten Delikt. Gefolgt von Gurtverstößen, unzureichend gesicherter Ladung und Verstößen im Zusammenhang mit dem Transport von Gefahrgut. Erfreulicherweise stellten die Beamten lediglich einen Verstoß gegen die Lenk-und Ruhezeiten fest.

Kontrollaktionen dieser Art sind insbesondere dazu geeignet, mit den betroffenen Fahrerinnen und Fahrern ins Gespräch zu kommen. Getreu dem Leitspruch “Nur wer sicher fährt, kann auch sicher ankommen” will die Polizei den Dialog nutzen, um das Bewusstsein für die eigene Verantwortung im Straßenverkehr wieder zu stärken.
Weitere Kontrollen werden im Laufe des Jahres folgen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ludwigsburg
Telefon: 07141 18-9
E-Mail: ludwigsburg.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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