Do. Okt 21st, 2021

Mainz (ots) – Vielleicht dürfen wir einmal die Ebene der deutschen Impfhudelei, pardon -strategie verlassen. Gerade die Corona-Mutanten sollten uns lehren, dass die alles entscheidende Frage in der Bekämpfung der Pandemie lautet: In welcher Geschwindigkeit kann die entwickelte Welt auch der weniger entwickelten genügend Impfstoffe zur Verfügung stellen? So gesehen wäre der offenbar schon gut vorbereitete Aufbau einer Produktionsanlage für den russischen Impfstoff Sputnik im bayerischen Illertissen ein wichtiger Markstein. Losgelöst von den geostrategischen Differenzen zwischen der EU und Russland (wiewohl ein solcher Brückenschlag Verhärtungen auflösen könnte). Und losgelöst von der Frage, ob Sputnik V auch in der EU zugelassen werden kann (wiewohl ein Produktionsaufbau auch diesem Verfahren Leben einhauchen könnte). Was haben wir uns dafür gerühmt, die Genehmigungsverfahren für Impfstoffe beschleunigt zu haben. Nun spricht nichts dagegen, die Produktion für einen Impfstoff zu ermöglichen, der offenbar ohne gravierende Nebenwirkungen bereits millionenfach in Dutzenden von Ländern verabreicht worden ist und zumindest in alle Welt exportiert werden könnte. Groß gedacht kann eine solche Entscheidung der Auftakt für ein multilaterales Impfkonzept sein, das die USA und Kanada bisher genauso mit Füßen treten wie die Impfsupermacht China. Warum drängt die Bundeskanzlerin nicht längst auf einen G20-Impfgipfel zur massiven Ausweitung von Produktion und Vertrieb? Niemand eignet sich für eine solche Initiative mehr als sie. Auch wenn dieses Format der Moderation einer Ministerpräsidentenkonferenz gewiss in nichts nachsteht.

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