So. Apr 14th, 2024

Der Tag des Baumes 2020 ist am 25. April. Er wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. Der Tag des Baumes geht auf Aktivitäten des amerikanischen Journalisten Julius Sterling Morton zurück, der 1872 einen “Arbor Day-Resolution”-Antrag an die Regierung von Nebraska stellte, der binnen 20 Jahren in den ganzen USA angenommen wurde. An diesem Tag, ursprünglich der 10. April, werden traditionell Baumpflanzungen durchgeführt.
Der Tag des Baumes wurde am 27. November 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen. Der deutsche “Tag des Baumes” wurde erstmals am 25. April 1952 begangen. Dieser Text wurde von www.kleiner-kalender.de entnommen.

Am Tag, als die Tiere verschwanden
Die Tiere in Wald und Feld führen ein sorgenfreies, glückliches Leben. Doch die Schönheit der Natur und die Idylle des Waldes sind trügerisch: An einem sonnigen Frühlingsmorgen stößt der Eichelhäher plötzlich einen Warnschrei aus.
Die Waldbewohner ahnen, dass ihnen große Gefahr droht …
Drohendes Unheil wird das Leben der Tiere verändern und es völlig auf den Kopf stellen. Der Dachs spricht von Monstern , die den Wald auffressen wollen, aber auch von Menschen, die den Wald abholzen.
Eine Versammlung wird einberufen. Völlig unerwartet taucht ein merkwürdiger, höchst seltsamer alter Mann auf. Er bietet eine Lösung für das Problem der Tiere, doch diese fürchten sich und halten den Greis zunächst für ein Gespenst …
ISBN-13: 978-3964431172

Leseprobe aus dem Buch
ZWEIBEINER
Der Schock saß tief. Es dauerte eine Weile, bis er wieder zu sich kam und klar denken konnte. Immer noch verwirrt, wusste er auch nicht, was das bedeutete.
Aber er vermutete, dass dieses riesige ‚Ungeheuer‘ mit den ‚Zweibeinern‘ zu tun haben musste. Die Tiere nannten die Menschen gerne so, und der Dachs erinnerte sich, dass seine Artgenossen nie Gutes über diese erzählt hatten.
Die einen sagten, dass die Zweibeiner klug wären und einen viel zu großen Kopf hätten. Andere behaupteten, dass sie in Häusern lebten, die so hoch wären, dass sie den Himmel berührten, höher als die größten Bäume des Waldes.
Ja, dachte der Dachs, diese Zweibeiner sind schlau und tüchtig, aber vermutlich auch gefährlich. Er wusste es allerdings nicht wirklich. Noch nie war er persönlich einem dieser Wesen begegnet.
Soeben hatte er allerdings dieses ‚Monster‘ gesehen, und jetzt war er der festen Überzeugung, dass dies mit diesen Zweibeinern zu tun haben musste. Trotz seiner Furcht gab er nicht auf und behielt das Geschehen weiter im Auge.
Als wäre er von allen guten Geistern verlassen, schlich er sich sogar noch ein gutes Stück näher heran. Wagemutig, aber mindestens ebenso neugierig, erspähte er weitere dieser ‚Ungeheuer‘, und bald auch Menschen – die ersten in seinem Leben.
Im halbhohen Gras, auf dem Bauch liegend, nahm er sie genau unter die Lupe. Sie standen in kleinen Gruppen beisammen und redeten miteinander. Einige liefen auch umher, gestikulierten oder riefen sich etwas zu.
Andere saßen in noch weiteren ‚Monstern‘. Eines war größer als das andere. Und was die für einen Lärm machten!
Dem armen Dachs wurde schwindelig und ihn befiel eine seltsame Angst. Dennoch beschloss er, sich im Graben des Feldrains noch ein paar Meter näher heranzupirschen.
Sein Instinkt warnte ihn. Er ahnte, wie gefährlich es für ihn war. So nahe dran war er am Geschehen, kaum einen Steinwurf weit entfernt.
Was er allerdings jetzt sah, verschlug ihm völlig den Atem! Er war benommen, drohte, in Ohnmacht zu fallen und stotterte verstört: „Diese Monster machen ja riesige Löcher in die Felder und fressen die Bäume auf!“
Fassungslos erkannte er mit einem Mal große, kahle Flächen. Wo zuvor Wald gewesen war, stand nun kein einziger Baum mehr. Er traute seinen eigenen Augen nicht, doch er war sich sicher und täuschte sich nicht. Er hätte es beschwören können.
In diesem Moment erinnerte er sich an das schlimme Unwetter im letzten Winter. Es lag nur wenige Monate zurück, und seine Erinnerung daran war sehr frisch. Ein gewaltiger Orkan hatte in einem größeren Waldstück sämtliche Bäume entwurzelt und in den Forst eine breite Schneise der Verwüstung gerissen. Daran musste er jetzt denken, als er sah, dass es dieses Waldstück nicht mehr gab.
„Die riesigen gelben Monster fressen die Bäume auf!“, hauchte er, sich wiederholend, entsetzt …
(Mit freundlicher Genehmigung von Martin Urbanek https://www.spass-und-lernen.com/)

©byChristine Erdic

Firmeninformation
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.

Christine Erdic
35050 Izmir
Türkei

indiansummer_61@hotmail.com

http://christineerdic.jimdo.com

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